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Rund um die Bissstelle kann es zu Blutergüssen kommen, die
nach einigen Tagen abklingen. In der Regel kommt es zu einer leichten
Schwellung der Stellen, verbunden mit oft starkem Juckreiz. Durch
Kratzen kann eine Wundinfektion ausgelöst werden.
Nach der Behandlung kann es zum Absinken des Blutdrucks und zu
einer Kreislaufschwäche kommen. Die Bissstellen verheilen im
Normalfall innerhalb einiger Wochen, in seltenen Fällen bleiben
jedoch kleine Narben zurück.
Da das von den Egeln aufgenommene Blut lange im Körper des
Tieres flüssig bleibt und nur langsam durch Peptidasen abgebaut
wird, kann der Blutegel viele Erreger beherbergen. Es wurden
Protozoen (Toxoplasmose, Trypanosomen, Plasmodien) sowie Bakterien
(Streptokokken, Clostridien, Aeromonas) nachgewiesen. Experimentell
konnte auch eine Übertragung von AIDS nachgewiesen werden. In
der Praxis ist jedoch noch immer strittig, inwieweit tatsächlich
eine Übertragung stattfinden kann.
Da Blutegel nach ihrem Einsatz in der Regel getötet werden,
in jedem Fall kein zweites Mal zum Einsatz kommen, ist eine Infektion
durch Menschenblut praktisch ausgeschlossen. Das lange Nachbluten
nach einem Blutegelbiss soll das Infektionsrisiko zusätzlich
senken, da die Bisswunde durch den Blutfluss auf natürliche
Weise gereinigt wird.
„Die in der Literatur beschriebenen Fälle zu einer
aufgetretenen Infektion nach einer Blutegelbehandlung stehen alle im
Zusammenhang mit dem Bakterium Aeromonas hydrophila als möglichem
Infektionserreger. Das Bakterium A.h. gehört zu den
Darmbakterien des Blutegels. Das Bakterium findet man auf der Haut
und auf den Saugnäpfen des Blutegels, jedoch nicht im Sekret,
das in den Patienten abgegeben wird
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